Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Sommertour durch Thüringen mit vielen Gesprächen und öffentlichen Terminen fortgesetzt. In Eisenach suchte der CSU-Politiker den direkten Kontakt zu Bürgern. Auf dem Marktplatz setzte er sich zu einer Gruppe von Frauen und sprach mit ihnen über verschiedene Themen.
Danach traf Dobrindt eine Gruppe junger Erwachsener. Er gab eine Runde Eis aus und nahm sich Zeit für Gespräche. Später saß der Minister auch mit Feuerwehrleuten zusammen. Bei längeren Gesprächen verteilte er seine eigene Erinnerungsmünze.
Die Münze trägt den Namen „Coin des Bundesinnenministers“. Dobrindt hat sie selbst entworfen. Auch zwei Bundespolizisten, die den Minister auf seiner Reise begleiteten, erhielten eine Münze. Die beiden Beamten hatten Dobrindt um ein gemeinsames Selfie gebeten.
Neben den Gesprächen mit Bürgern ging es auf der Reise auch um aktuelle Sicherheitsfragen. Journalisten fragten Dobrindt nach den Ermittlungen zu einer Drohne mit möglichem Sprengstoff am Flughafen Leipzig Halle. Auch ein möglicher Zusammenhang mit Russland wurde angesprochen.
Die Migration spielte auf der Reise eine kleinere Rolle als zu Beginn von Dobrindts Amtszeit. Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist zuletzt gesunken. Trotzdem bleibt das Thema für den Innenminister wichtig.
Dobrindt will die Kontrollen an den deutschen Grenzen weiterführen. Er hat angekündigt, die Maßnahmen mindestens bis März 2027 zu verlängern. Damit bleibt die Kontrolle der Grenzen ein wichtiger Teil seiner Arbeit als Bundesinnenminister.
In Eisenach sprach Dobrindt auch über die politische Stimmung in Deutschland. Er betonte die Bedeutung der demokratischen Werte. Gleichzeitig warnte er vor einer stärkeren politischen Spaltung.
Dabei kritisierte Dobrindt Parteien am rechten Rand und nannte die AfD. Seine Aussagen kommen kurz vor den Landtagswahlen im September. Thüringen gilt dabei als politisch besonders wichtiger Bundesstaat.
Mehr Freude bereitete dem Minister der Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Eisenach. Dort konnte Dobrindt selbst bei einer Feuerwehrübung mitmachen. Nach einer kurzen Einweisung zog er Schutzkleidung und Handschuhe an. Auch einen Feuerwehrhelm setzte er auf.
Dann nahm Dobrindt den Feuerwehrschlauch in die Hand. Auf dem Hof stand ein kleiner Turm aus Holzpaletten in Flammen. Der Minister richtete den Wasserstrahl auf das Feuer.
Rauch und feiner Sprühnebel waren auf dem Hof zu sehen. Nach wenigen Minuten war das Feuer gelöscht. Die Holzpaletten waren danach schwarz und stark beschädigt.
Die Feuerwehrleute bewerteten den Einsatz des Ministers mit einem Scherz. Für einen Anfänger habe er sich nicht schlecht angestellt. Dobrindt selbst nahm die Übung ebenfalls mit Humor.
Das Thema Brandschutz ist derzeit besonders wichtig. In den vergangenen Tagen waren Feuerwehrleute in mehreren Teilen Deutschlands wegen Waldbränden im Einsatz. Unterstützung kam dabei auch von der Bundespolizei, dem Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr.
Dobrindt nutzte den Besuch bei der Feuerwehr auch für einen politischen Vergleich. Er sagte, das Löschen von Bränden gehöre für ihn auch in Berlin zum Alltag. Damit spielte er auf seine Aufgabe in der Bundesregierung an.
Der Innenminister muss sich mit vielen Problemen beschäftigen. Dazu gehören Migration, Bevölkerungsschutz und der Kampf gegen Extremismus. Auch Terrorismus, Spionage und Sabotage gehören zu den wichtigen Themen seines Ministeriums.
Hinzu kommen neue Sicherheitsrisiken. Dazu zählen hybride Angriffe und andere Bedrohungen. Russland wird dabei von der Bundesregierung als wichtige Gefahr betrachtet.
Auch die Stimmung gegenüber der Bundesregierung bleibt schwierig. Eine Umfrage Ende Juli zeigte, dass 68 Prozent der Befragten die Arbeit der Bundesregierung eher schlecht bewerteten. Dobrindt muss daher neben seinen politischen Aufgaben auch mit der Kritik an der Koalition umgehen.
Am Abend saß der Minister noch mit den Feuerwehrleuten zusammen. Dann kam plötzlich ein Funkspruch. Die Feuerwehr musste zu einem echten Einsatz ausrücken.
Die Einsatzkräfte standen sofort auf und liefen zu ihren Fahrzeugen. Kurz darauf fuhren zwei Löschfahrzeuge vom Hof. Für die Feuerwehrleute war der Besuch damit vorbei. Der echte Einsatz begann.
Dobrindts Sommertour ging danach weiter. Sein Besuch in Eisenach verband Gespräche mit Bürgern, politische Themen und einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr. Der ungeplante Einsatz zeigte am Ende, wie schnell aus einem normalen Abend ein echter Feuerwehreinsatz werden kann.
