Rheinmetall übernimmt die Wartung von vier neuen Zollschiffen der deutschen Zollverwaltung. Die Naval Systems Division des Konzerns erhielt dafür einen mehrjährigen Rahmenvertrag. Das Unternehmen gab den Auftrag am 23. September 2026 bekannt.
Der Vertrag umfasst Wartung, Reparaturen und technische Unterstützung. Auch schnelle Hilfe bei Problemen während des Einsatzes ist vorgesehen. Die Arbeiten finden an mehreren Standorten entlang der deutschen Küste statt.
Zu den Einsatzorten gehören Lubmin, Neustadt in Holstein, Wilhelmshaven und Emden. Dort sollen die Schiffe regelmäßig gewartet und bei Bedarf repariert werden. Der Vertrag soll damit einen dauerhaften technischen Betrieb der Schiffe unterstützen.
Bei den vier Schiffen handelt es sich um neue Zollfahrzeuge mit LNG-Antrieb. Ein Schiff ist 67 Meter lang. Drei weitere Schiffe haben eine Länge von jeweils 55 Metern.
Die drei kleineren Schiffe bestehen aus Aluminium. Sie wurden auf der Peene-Werft am Rheinmetall-Standort Wolgast gebaut. Die Zollverwaltung erhielt die drei Schiffe bereits im vergangenen Jahr.
Die Schiffe haben eine wichtige Aufgabe auf See. Sie überwachen den grenzüberschreitenden Warenverkehr in den deutschen Hoheitsgewässern. Zudem werden sie in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone eingesetzt.
Die Zollschiffe können damit bei der Kontrolle von Warenbewegungen auf See helfen. Ihr Einsatz unterstützt die Arbeit der deutschen Zollverwaltung an den Küsten. Eine zuverlässige technische Ausstattung ist deshalb für den täglichen Betrieb wichtig.
Rheinmetall will für die Wartungsarbeiten sein Wissen aus dem Schiffbau nutzen. Dazu gehören Erfahrungen aus der Entwicklung und dem Bau der neuen Schiffe. Dieses Wissen soll auch bei Reparaturen und technischen Verbesserungen eingesetzt werden.
Der Rahmenvertrag deckt mehrere Bereiche ab. Dazu gehören normale Wartungsarbeiten und notwendige Reparaturen. Auch technische Optimierungen sind Teil der Vereinbarung. Bei Problemen während eines Einsatzes kann Rheinmetall zudem Unterstützung leisten.
Damit endet die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und der Zollverwaltung nicht mit der Übergabe der Schiffe. Der Konzern soll die Fahrzeuge während ihres weiteren Betriebs begleiten. Das betrifft die gesamte technische Lebensdauer der Schiffe.
Tim Wagner, Geschäftsführer der Naval Systems Division von Rheinmetall, betonte die langfristige Zusammenarbeit. Nach seinen Angaben will das Unternehmen Kunden nicht nur während des Baus unterstützen. Die Betreuung soll auch nach der Indienststellung fortgesetzt werden.
Der Auftrag zeigt zudem die wachsende Bedeutung moderner Zollschiffe für den deutschen Seeverkehr. Deutschland verfügt über eine große Küstenregion und wichtige Häfen. Über diese Häfen werden große Mengen an Waren aus dem Ausland transportiert.
Die Zollverwaltung kontrolliert dabei Warenbewegungen und unterstützt die Durchsetzung von Zollvorschriften. Dafür benötigt sie Schiffe, die über lange Zeit zuverlässig eingesetzt werden können.
Der Einsatz von LNG als Kraftstoff ist ein weiteres Merkmal der neuen Schiffe. LNG steht für verflüssigtes Erdgas. Die vier Fahrzeuge wurden für den Einsatz auf See mit diesem Antrieb ausgestattet.
Die drei 55 Meter langen Schiffe aus Wolgast sind ein Teil der jüngeren Schiffbauaktivitäten von Rheinmetall. Mit dem neuen Wartungsvertrag übernimmt das Unternehmen nun auch Aufgaben nach der Auslieferung.
Die Arbeiten sollen über mehrere Jahre laufen. Der Vertrag schafft damit eine feste Grundlage für die technische Betreuung der vier Zollschiffe. Gleichzeitig kann Rheinmetall seine Erfahrungen aus dem Neubau direkt für Wartung und Reparatur nutzen.
Für die Zollverwaltung bedeutet die Vereinbarung eine zusätzliche technische Unterstützung an mehreren deutschen Küstenstandorten. Die Schiffe können dadurch planmäßig gewartet werden. Bei technischen Problemen steht zudem ein Ansprechpartner für Reparaturen und Notfälle bereit.
Der neue Auftrag verbindet damit Schiffbau und langfristigen Service. Rheinmetall begleitet die vier Zollschiffe von der technischen Betreuung bis zur weiteren Nutzung im deutschen Küstengebiet.
