Der MRO-Konzern Rubix baut sein Geschäft in Europa weiter aus. Das Unternehmen hat Bart Delmulle zum neuen Chef für digitale Angebote und Künstliche Intelligenz ernannt. Zugleich übernimmt Rubix mehrere technische Firmen in Frankreich und Deutschland.
Rubix hat seinen Sitz in London. Das Unternehmen gilt als Europas größter Händler für MRO-Produkte und Dienstleistungen. MRO steht für Wartung, Reparatur und Betrieb. Rubix beliefert Industrieunternehmen und Hersteller mit technischen Produkten, Ersatzteilen und Dienstleistungen.
Delmulle übernahm die neue Position am 1. September. Die Stelle wurde bei Rubix neu geschaffen. Er berichtet direkt an Konzernchef David Morkeberg. Zudem gehört er dem Vorstand und dem Managementkomitee an.
Delmulle soll das KI-Programm von Rubix leiten. Auch die Entwicklung der digitalen Angebote gehört zu seinen Aufgaben. Dabei soll er auch deren Leistung weiter verbessern. Rubix will digitale Lösungen damit stärker in das eigene Geschäft einbinden.
Der neue Manager bringt viel Erfahrung aus dem Bereich der digitalen Entwicklung mit. Vor seinem Wechsel zu Rubix war er bei PostNL als Chief Digital and Customer Experience Officer tätig. Zuvor leitete er bei Bain die weltweite Arbeit zur digitalen Transformation. Auch bei McKinsey war er als Partner tätig.
Delmulle sieht ein großes Potenzial für Künstliche Intelligenz bei Rubix. Er erklärte, dass er dieses Potenzial für das Unternehmen nutzen wolle. Gleichzeitig solle das digitale Angebot weiter wachsen.
Rubix setzt jedoch nicht nur auf neue Technik. Das Unternehmen baut auch sein Geschäft durch Übernahmen aus. Am 2. Oktober gab Rubix den Kauf von drei Unternehmen bekannt. Dazu gehören die französischen Hydraulikfirmen Cophyma und Cophyma 38 sowie die deutsche PTS Group.
Cophyma und Cophyma 38 haben Standorte in Taluyers und Vourey. Beide Firmen sind auf die Wartung und Reparatur von Hydrauliksystemen spezialisiert. Mit der Übernahme erweitert Rubix seine Präsenz in der Region Rhône-Alpes.
Die beiden Unternehmen bieten auch technische Unterstützung für Hersteller. Rubix will damit seine Hydraulikangebote in Frankreich ausbauen. Zugleich arbeitet der Konzern an einem landesweiten Netzwerk für Hydraulik.
Auch die PTS Group erweitert das technische Angebot von Rubix. Das Unternehmen sitzt in Dormagen bei Düsseldorf und beschäftigt rund 80 Menschen.
PTS Group ist in mehreren technischen Bereichen tätig. Dazu gehören Hydraulik, Pneumatik sowie Dampf- und Ventiltechnik. Auch Antriebstechnik und Prozesstechnik gehören zum Angebot.
Darüber hinaus bietet PTS Group kundenspezifische Montage, Reparaturen und technische Dienstleistungen an. Die Übernahme wurde am 1. Oktober wirksam. Rubix erweitert damit seine Leistungen für Industriekunden und Hersteller.
Die neuen Käufe folgen mehreren weiteren Übernahmen in Europa. Im Juli übernahm Rubix den österreichischen Händler Kugellager Leitner. Das Unternehmen sitzt in Amstetten und beschäftigt zehn Menschen. Der Jahresumsatz liegt bei mehr als vier Millionen Euro.
Kugellager Leitner ist auf Antriebstechnik spezialisiert. Damit stärkt Rubix auch diesen Bereich seines europäischen Geschäfts.
Am 1. Juli hatte Rubix zudem den französischen Händler Thomé übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in Manom beschäftigt 44 Menschen. Der Jahresumsatz liegt bei mehr als 17 Millionen Euro.
Thomé ist auf industrielle Produkte und Hydraulik spezialisiert. Mit der Übernahme erweitert Rubix seine Präsenz im Nordosten Frankreichs. Auch das Angebot im Bereich Hydraulik wächst dadurch.
Im Februar expandierte Rubix zudem nach Nordmazedonien und Serbien. Dafür übernahm das Unternehmen All4Tech aus Skopje. Der MRO-Händler beschäftigt rund 20 Menschen und erzielt mehr als vier Millionen Euro Umsatz.
All4Tech war seit 2021 als Rubix-Partner in beiden Ländern tätig. Durch die Übernahme wurde die bisherige Zusammenarbeit in die Rubix-Gruppe eingebunden.
Auch in Großbritannien wurde das Geschäft erweitert. Im Mai meldete Rubix die Integration von ERIKS UK and Ireland. Das zusammengeführte Geschäft beschäftigt rund 3.000 Menschen und erzielt etwa 850 Millionen Euro Umsatz.
Durch die Integration kamen weitere Leistungen hinzu. Dazu gehören Engineering, Reparatur und Dienstleistungen für die Anlagenzuverlässigkeit. Gleichzeitig wurde das Produktangebot erweitert.
Rubix verfolgt damit mehrere Wege für sein Wachstum. Das Unternehmen investiert in KI und digitale Angebote. Zugleich stärkt es sein europäisches Netzwerk durch Übernahmen. Der Fokus liegt auf technischen Produkten, Wartung, Reparatur und Dienstleistungen für die Industrie.
