Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD laut einer neuen Umfrage die stärkste politische Kraft im Bundesland. Im aktuellen Sachsen-AnhaltTREND erreicht die Partei 41 Prozent der Stimmen und hält damit ihren Wert aus der vorherigen Befragung.
Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze kommt auf 24 Prozent. Im Vergleich zur letzten Umfrage verliert die Partei zwei Prozentpunkte. Damit bleibt der Abstand zur AfD weiterhin deutlich.
Auf den weiteren Plätzen folgen die Linke mit 13 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Die Grünen erreichen 5 Prozent und würden damit aktuell den Einzug in den Landtag schaffen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 4 Prozent und würde die Fünf-Prozent-Hürde derzeit verfehlen.
Die Ergebnisse stammen aus einer Befragung von 1.149 Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt. Die Interviews wurden zwischen dem 23. und 28. Juli telefonisch sowie online durchgeführt. Die Umfrage gilt laut den Angaben als repräsentativ.
Die aktuelle Landesregierung besteht aus CDU, SPD und FDP. Die Zufriedenheit mit dem Regierungsbündnis ist jedoch weiter gesunken. Nur noch 29 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Regierung als sehr gut oder gut.
Ministerpräsident Sven Schulze zeigte sich trotz der Umfragewerte zuversichtlich. Er erklärte, dass im Wahlkampf noch viele Stimmen gewonnen werden könnten. Zugleich verwies er auf politische Debatten auf Bundesebene, die den Landtagswahlkampf in den vergangenen Wochen überschattet hätten.
Auch die SPD sieht in den aktuellen Zahlen eine Grundlage für die kommenden Wochen. Spitzenkandidat Armin Willingmann betonte, dass seine Partei bis zum Wahltag weiter um Unterstützung werben werde. Ziel sei eine stabile Regierung aus der politischen Mitte.
Die Grünen bewerten die neuen Zahlen ebenfalls positiv. Nach ihrer Einschätzung könnte der mögliche Einzug in den Landtag die Bildung einer Alleinregierung der AfD erschweren. Die Partei sieht die kommenden Wochen als entscheidend an und will weitere Wähler mobilisieren.
Auch die Linke zeigte sich zufrieden mit dem aktuellen Umfrageergebnis. Die Partei kündigte an, ihren Kurs bis zur Wahl fortzusetzen und weiterhin um jede Stimme zu werben.
Bei der Frage nach der Führung der nächsten Landesregierung liegen AfD und CDU nahezu gleichauf. Rund 44 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die AfD die nächste Regierung anführen sollte. Für die CDU als führende Regierungspartei sprechen sich 43 Prozent aus.
In der Bewertung der Spitzenkandidaten ergibt sich ein gemischtes Bild. CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze konnte seine Bekanntheit steigern. Mit seiner politischen Arbeit sind jedoch nur 29 Prozent der Befragten zufrieden.
AfD-Politiker Ulrich Siegmund erzielt in dieser Kategorie einen Wert von 35 Prozent. Damit liegt er in der Zufriedenheit vor dem amtierenden Ministerpräsidenten.
Auch bei der Frage nach der Problemlösungskompetenz liegt die AfD deutlich vor den anderen Parteien. Insgesamt 36 Prozent der Befragten trauen der Partei am ehesten zu, die wichtigsten Herausforderungen in Sachsen-Anhalt zu lösen. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Umfrage.
Die CDU erreicht in dieser Kategorie 16 Prozent und verliert damit zwei Prozentpunkte. Die übrigen Parteien folgen mit deutlichem Abstand.
Für die Zeit nach der Wahl bleibt die Regierungsbildung eine Herausforderung. Rechnerisch wären mehrere Bündnisse möglich. Die CDU hat jedoch mehrfach erklärt, weder mit der AfD noch mit der Linken zusammenarbeiten zu wollen. Auch in der Bevölkerung stoßen solche Bündnisse laut Umfrage mehrheitlich auf Skepsis.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. Bis dahin wollen die Parteien ihre Kampagnen weiter intensivieren und unentschlossene Wähler erreichen.
Die aktuelle Sachsen Anhalt Wahlumfrage 2026 zeigt damit ein weiterhin starkes Ergebnis für die AfD. Gleichzeitig deutet sie auf einen offenen Wettbewerb um mögliche Regierungsmehrheiten hin. Wie sich die politische Stimmung bis zum Wahltag entwickelt, bleibt jedoch abzuwarten. Wahlumfragen spiegeln stets nur die Meinung der Befragten zum Zeitpunkt der Erhebung wider und stellen keine Vorhersage des endgültigen Wahlergebnisses dar.
