Die Berlin Hamburg Züge fahren ab Sonntag, dem 14. Juni, wieder ohne große Einschränkungen. Die lange Sperrung der wichtigen Bahnstrecke zwischen den beiden deutschen Millionenstädten ist damit beendet. Für viele Reisende beginnt damit eine neue Phase mit mehr Verbindungen und kürzeren Reisezeiten.
Mehr als zehn Monate lang mussten Fahrgäste Ersatzbusse und Umleitungen nutzen. Viele Verbindungen waren dadurch länger und komplizierter. Nun ist die Strecke wieder vollständig in Betrieb. Die Deutsche Bahn hat gleichzeitig einen kleinen Fahrplanwechsel eingeführt. Dieser bringt neue Angebote und bessere Verbindungen auf mehreren Strecken.
Ein zentrales Highlight ist der wieder eingeführte Halbstundentakt zwischen Hamburg und Berlin. Hochgeschwindigkeitszüge fahren nun wieder alle 30 Minuten. Das ist besonders wichtig für Pendler, Geschäftsreisende und Touristen. Die Verbindung gehört zu den meistgenutzten Strecken in Deutschland.
Auch die Zahl der direkten Fernzüge steigt deutlich. Statt bisher 38 Fahrten gibt es nun 52 tägliche Verbindungen mit ICE und Railjet. Dadurch stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung. Außerdem werden die Abfahrten besser über den Tag verteilt. Reisende haben dadurch mehr Flexibilität bei ihrer Planung.
Wichtige Zwischenhalte sind ebenfalls zurück im Netz. Dazu gehören Büchen in Schleswig-Holstein, Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern und Wittenberge in Brandenburg. Diese Orte waren während der Bauarbeiten vom Fernverkehr abgeschnitten oder nur eingeschränkt erreichbar. Nun halten wieder über 20 Fernzüge täglich an diesen Bahnhöfen. Das verbessert die Anbindung für viele Menschen in der Region deutlich.
Die Strecke Berlin–Hamburg ist zudem Teil eines größeren europäischen Bahnnetzes. Sie verbindet künftig Städte wie Prag, Berlin, Hamburg und Kopenhagen in einer durchgehenden Achse. Damit gewinnt die Verbindung auch international an Bedeutung. Der Railjet verkehrt auf dieser Strecke dreimal täglich in jede Richtung.
Auch auf anderen Strecken gibt es Verbesserungen. Die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Dresden verkürzt sich um etwa 40 Minuten. Die Strecke dauert nun rund dreieinhalb Stunden. Täglich verkehren dort acht Direktzüge pro Richtung.
Wichtige internationale Verbindungen kehren ebenfalls zurück. Direkte Züge nach Budapest, Bratislava, Prag und Wien stehen Reisenden wieder vollständig zur Verfügung. Damit wird das europäische Bahnnetz für viele Fahrgäste wieder einfacher nutzbar.
Eine weitere Neuerung ist der Einsatz des ICE L. Ab sofort fährt dieser Zug erstmals direkt von Berlin nach Westerland auf Sylt. Ab dem 11. Juli folgen weitere direkte Verbindungen ohne Umstieg, unter anderem von Köln und Frankfurt nach Sylt. Diese neuen Angebote sollen den Komfort im Fernverkehr weiter erhöhen.
Die Bahn weist darauf hin, dass Reisende ihre Abfahrtszeiten weiterhin genau prüfen sollten. Trotz der Wiederaufnahme des regulären Betriebs kann es bis Ende des Monats noch zu leichten Verzögerungen kommen. Grund dafür sind technische Tests auf der modernisierten Strecke.
Mit der Wiedereröffnung der Strecke Berlin–Hamburg wird eine der wichtigsten Bahnverbindungen Deutschlands wieder voll nutzbar. Die Reisezeiten werden kürzer, die Verbindungen dichter und das Angebot insgesamt deutlich verbessert.
