Janina Hettich-Walz und Philipp Horn haben die Deutschen Biathlon Meisterschaften in Notschrei geprägt. Während Hettich-Walz bei den Frauen alle drei Wettbewerbe gewann und einen beeindruckenden Hattrick feierte, sicherte sich Horn bei den Männern zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille. Beide Athleten bestätigten damit ihre starke Form zu Beginn der neuen Saison.
Für Janina Hettich-Walz war es ein weiteres erfolgreiches Kapitel nach ihrer Rückkehr aus der Babypause im Herbst 2025. Seit ihrem Comeback gehört sie wieder zu den erfolgreichsten deutschen Biathletinnen. Mit ihren drei Titeln in Notschrei erhöhte sie ihre Ausbeute bei den jährlichen Rollski-Meisterschaften auf fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille in den vergangenen zwei Jahren.
Der erste Wettkampftag begann mit dem Kurz-Einzel der Frauen über 12,5 Kilometer. Hettich-Walz setzte sich in 34:39 Minuten trotz drei Fehlern am Schießstand durch. Dank ihrer starken Laufleistung gewann sie mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Johanna Puff. Puff leistete sich lediglich zwei Fehler und sicherte sich die Silbermedaille. Bronze ging an Julia Tannheimer, die fünf Strafrunden absolvieren musste. Vanessa Voigt blieb als einzige Athletin im gesamten Teilnehmerfeld fehlerfrei, belegte jedoch Rang fünf.
Im Männerwettbewerb über 15 Kilometer dominierte Philipp Horn das Rennen von Beginn an. Der erfahrene Biathlet blieb am Schießstand ohne Fehler und gewann in 35:14,6 Minuten. Lucas Fratzscher sicherte sich mit drei Fehlern die Silbermedaille. Fabian Kaskel belegte nach einer starken Leistung den dritten Platz. Die Olympiateilnehmer Justus Strelow und Philipp Nawrath komplettierten die Top Fünf.
Am Samstag folgte der Sprint. Hettich-Walz setzte ihre Erfolgsserie fort und gewann auch diesen Wettbewerb. Mit nur einem Fehler im Stehendschießen lief sie souverän zum zweiten Titel des Wochenendes. Johanna Puff bestätigte erneut ihre gute Form und gewann wie am Vortag Silber. Julia Kink sicherte sich Bronze, während Julia Tannheimer trotz hoher Laufgeschwindigkeit mit mehreren Fehlern knapp das Podium verpasste.
Für eine Überraschung sorgte im Männersprint Franz Schaser. Der 23-Jährige traf alle zehn Scheiben und gewann erstmals den deutschen Meistertitel. Bereits in der vergangenen Saison hatte Schaser mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Nun gelang ihm der bislang größte Erfolg seiner Karriere.
Philipp Horn war zwar auf der Strecke schneller unterwegs, musste jedoch zwei Strafrunden absolvieren und belegte deshalb Rang zwei. Die Bronzemedaille ging an Nils Schneiderling. Der 21-Jährige hatte im vergangenen Winter überwiegend bei regionalen Wettbewerben teilgenommen und sorgte nun mit seinem Podestplatz für eine der größten Überraschungen des Wochenendes.
Am Sonntag stand die Verfolgung auf dem Programm. Hettich-Walz machte ihren Hattrick perfekt und gewann auch das dritte Rennen. Sie kontrollierte den Wettbewerb vom Start bis ins Ziel und ließ der Konkurrenz keine Chance. Trotz zweier Fehler im Stehendschießen setzte sie sich deutlich durch. Johanna Puff gewann ihre dritte Silbermedaille des Wochenendes. Julia Tannheimer holte erneut Bronze und zeigte einmal mehr ihre starke Laufleistung.
Bei den Männern gelang Philipp Horn die Revanche für seine Sprintniederlage. In der Verfolgung über 12,5 Kilometer setzte er sich trotz vier Fehlern am Schießstand durch und sicherte sich seine zweite Goldmedaille der Meisterschaften. Hinter ihm entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podestplätze.
Philipp Nawrath und David Zobel lieferten sich ein enges Duell bis zum Ziel. Am Ende setzte sich Nawrath dank seiner höheren Geschwindigkeit auf der Strecke durch und gewann Silber. Zobel sicherte sich Bronze und komplettierte das Podium.
Die Meisterschaften in Notschrei zeigten viele starke Leistungen und mehrere spannende Entscheidungen. Besonders Janina Hettich-Walz ragte mit ihren drei Siegen heraus. Auch Philipp Horn bestätigte seine Klasse und war der einzige männliche Athlet, der an allen drei Wettkampftagen auf dem Podium stand. Mit Blick auf die kommende Wintersaison senden beide deutsche Biathlonstars damit ein starkes Signal an die nationale und internationale Konkurrenz.
