Nach einer Pause von vier Jahren kehrt die Deutsche Formel 4 im Jahr 2027 zurück. Die neue Rennserie wird fünf Veranstaltungen im Rahmenprogramm der DTM austragen. Nun steht auch fest, welche Teams in der ersten Saison dabei sein werden.
Insgesamt haben 14 Teams einen Startplatz erhalten. Zu den überraschenden Namen gehört Comtoyou Racing aus Belgien. Das Team fährt bisher vor allem mit Tourenwagen und feierte in diesem Jahr mit Nicki Thiim die ersten beiden Aston-Martin-Siege in der DTM.
Der Einstieg in die neue Formel-4-Serie ist für Comtoyou ein neuer Schritt. Das Team hat bisher keine Erfahrung im Formelsport. Für die erste Saison sind zwei Fahrzeuge geplant. Fahrer wurden bisher noch nicht bekannt gegeben.
Das Interesse an der neuen Serie ist groß. Nach Angaben aus dem Umfeld der Meisterschaft gab es mehr als 70 Bewerbungen für mögliche Fahrzeuge. Das Starterfeld darf jedoch höchstens 36 Autos umfassen.
Damit konnten viele interessierte Teams keinen Platz erhalten. Auch bekannte Namen aus dem Motorsport mussten sich gegen die große Konkurrenz durchsetzen.
Organisiert wird die neue Deutsche Formel 4 von Gedlich Racing. Als Sportdirektor arbeitet die frühere DTM-Größe Kris Nissen an dem Projekt. Die Veranstalter wollen jungen Fahrern eine Plattform für den Einstieg in den internationalen Formelsport bieten.
Die Kosten sind ein wichtiger Grund für das große Interesse. Ein neues Formel-4-Auto kostet etwas mehr als 100.000 Euro. Die Gesamtkosten für eine Saison dürften jedoch deutlich höher liegen. Je nach Team und Programm werden rund 500.000 Euro oder mehr erwartet.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhält das Team LN4 Fusion. Es wurde unter anderem von Formel-1-Weltmeister Lando Norris gegründet. Der Name LN4 bezieht sich auf die Initialen und die Startnummer des britischen Fahrers.
Norris kennt die Deutsche Formel 4 aus eigener Erfahrung. Er fuhr 2015 selbst in der Meisterschaft. Bei drei Rennwochenenden startete er für das Team Mücke Motorsport. In Spa-Francorchamps konnte er dabei ein Rennen gewinnen.
Nun kehrt Norris als Teammitgründer in die Serie zurück. LN4 Fusion soll jungen Fahrern den Weg in höhere Klassen des Motorsports erleichtern.
Auch FS Motorsports bringt bekannte Namen mit. Das Team hat seinen Sitz in der Schweiz. Hinter dem Projekt stehen der brasilianische BMW-Werksfahrer und frühere DTM-Pilot Augusto Farfus sowie Motorsportmanager Mauricio Slaviero.
Farfus verfügt über viel Erfahrung im Tourenwagen- und GT-Sport. Slaviero ist seit vielen Jahren im Motorsport aktiv. Gemeinsam betreiben die beiden auch eine Fahreragentur.
Mit FS Motorsports wollen sie die Deutsche Formel 4 als weitere Plattform für junge Talente nutzen. Die Serie soll damit nicht nur für etablierte Rennteams interessant sein, sondern auch für neue Projekte mit bekannten Partnern.
Ein weiterer bekannter Name ist Vanwall F4 Racing. Das neue Team wird von Colin Kolles und Trevor Carlin geführt. Kolles war früher Teamchef in der Formel 1. Carlin gilt als erfahrene Größe im Nachwuchs- und Formelsport.
Das Team soll an der ByKolles-Anlage arbeiten. Für die erste Saison plant Vanwall F4 Racing bis zu vier Autos. Vier Fahrzeuge sind die maximal erlaubte Zahl pro Team.
Auch Van Amersfoort Racing will vier Autos einsetzen. Das niederländische Team verfügt über viel Erfahrung im Nachwuchsbereich. In der Vergangenheit unterstützte es Fahrer wie Max Verstappen und Charles Leclerc auf ihrem Weg in höhere Rennklassen.
Das deutsche Team Mathilda Racing plant ebenfalls vier Fahrzeuge. Damit haben bereits drei Teams die maximale Zahl von vier Autos angekündigt.
Die endgültige Fahrerbesetzung der meisten Teams steht noch nicht fest. Für viele Nachwuchsfahrer dürfte die Serie jedoch eine wichtige Chance bieten. Die Kombination aus fünf Rennwochenenden und dem DTM-Rahmenprogramm sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Die Rückkehr der Deutschen Formel 4 zeigt zugleich das anhaltende Interesse am Nachwuchs-Rennsport in Deutschland. Die Serie soll jungen Fahrern den Einstieg in den Formelsport erleichtern und ihnen Erfahrungen auf bekannten Rennstrecken ermöglichen.
Mit 14 Teams ist das Starterfeld für die erste Saison bereits klar festgelegt. Das große Interesse zeigt, dass das neue Projekt auf eine starke Nachfrage trifft. 2027 wird sich zeigen, welche Fahrer und Teams diese Chance am besten nutzen können.
