Der deutsche Sprinter Owen Ansah holt Gold bei der EM in Birmingham. Er gewinnt das Rennen über 200 Meter sehr schnell. Seine Zeit beträgt 19,95 Sekunden im Ziel. Der Wind war mit 3,5 Metern pro Sekunde sehr stark. Nach der Hälfte der Strecke lag Ansah auf Platz drei. Seine Zwischenzeit lag bei 10,40 Sekunden. Am Ende lief er aber viel schneller als alle anderen Läufer. Er siegte mit einem großen Abstand vor seinen Gegnern.
Zharnel Hughes aus Großbritannien gewinnt die Silbermedaille mit 20,16 Sekunden. Der Italiener Eseosa Fostine Desalu holt Bronze mit 20,26 Sekunden. Der 25 Jahre alte Sprinter gewinnt damit seine zweite Medaille bei diesem Turnier. Am Dienstag holte er bereits Bronze über 100 Meter. Er lief damals eine Zeit von 10,19 Sekunden. Romell Glave aus Großbritannien gewann dort das Rennen und holte Gold. Sein Landsmann Jeremiah Azu sicherte sich die Silbermedaille.
Der große Erfolg findet unter besonderen Umständen statt. Die deutsche NADA führt eine Untersuchung gegen Ansah durch. Die NADA ist die nationale Agentur gegen Doping. Die Behörde schickte am letzten Freitag einen Brief an den Sportler. Der Vorwurf lautet auf Verstoß gegen Regel 2.3 der Regeln. Es geht um eine Kontrolle außerhalb von Wettkämpfen. Die Kontrolle war am 9. Juli geplant. Am nächsten Tag wollte Ansah in Monaco starten.
Die Agentur fordert eine Sperre von vier Jahren für den Läufer. Der Vorwurf lautet auf Verweigerung einer Probe. Eine automatische Sperre gab es vorab aber nicht. Deshalb durfte Ansah bei der EM in England starten. Er nutzte diese Chance und lief zum Sieg. Der Fall sorgt nun für viele Fragen im Sport.
Der Anwalt des Sportlers weist alle Vorwürfe entschieden zurück. Er erklärt die Lage ganz deutlich in den Medien. Sein Mandant hat zu keinem Zeitpunkt eine Probe verweigert. Er wollte sich immer testen lassen. Auch eine Absicht zur Vermeidung gab es nicht. Der Anwalt kämpft gegen die geforderte Strafe der Behörde. Der Sportler will die Sperre auf keinen Fall akzeptieren.
Der Läufer selbst beschreibt den Ablauf ganz anders. Ein Kontrolleur kam an diesem Tag zu seinem Haus. Der Sportler wollte gerade zum Flughafen fahren. Er musste schnell nach Monaco zu einem Meeting. Auf der Toilette war er kurz zuvor gewesen. Er konnte deshalb nicht sofort Urin abgeben. Der Kontrolleur hat ihn nicht über Folgen aufgeklärt. So stellt der Sprinter die Lage im Gespräch dar.
Die Regeln im Sport sind jedoch sehr streng. Eine Verweigerung liegt auch ohne Absicht vor. Fehlt ein wichtiger Grund für das Versäumnis, droht eine Strafe. Fahrlässiges Verhalten wird oft wie Absicht behandelt. Sportler müssen ihre Orte immer genau angeben. Sie müssen jeden Tag für Tests erreichbar sein. Eine Stunde am Tag gilt als Pflicht für die Angabe.
Der Sieg im Stadion zeigt die Stärke des Läufers. Er blieb trotz des Drucks sehr ruhig und schnell. Die Beine waren im Finale extrem stark. Auf den letzten Metern zog er allen davon. Die Freude im Ziel war riesig groß. Das Publikum im Stadion jubelte dem Sieger laut zu.
Die rechtlichen Fragen bleiben aber weiter offen. Der Fall liegt nun bei den Sportgerichten. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. Ansah kämpft weiter für sein Recht und seine Freiheit. Er betont seine Unschuld in dieser Sache. Die Medaille aus Birmingham nimmt ihm erst einmal niemand. Er bleibt der neue Europameister über 200 Meter. Die kommenden Wochen werden für den Sportler sehr wichtig. Das Verfahren geht nun in die nächste Phase. Alle Experten schauen genau auf diesen Fall.
