Nach einer zehntägigen, historischen Reise kehren die vier Astronauten der Artemis-2-Mission sicher auf die Erde zurück. Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen landeten planmäßig am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor der kalifornischen Küste im Pazifischen Ozean. Ihr Gefühl der Heimkehr beschreibt Kommandant Reid Wiseman als “verrückt” und betont die Besonderheit, ein Mensch auf dem Planeten Erde zu sein, nachdem die Erde aus der Ferne “noch so klein” wirkte. Spezialteams assistierten der Besatzung beim Verlassen der Raumkapsel, bevor sie zur offiziellen Begrüßung nach Houston, Texas, geflogen wurden.
Die Mission führte die Menschheit weiter ins All als je zuvor – 407.000 Kilometer hinter den Mond. Obwohl keine Landung auf dem Mond erfolgte, war es die erste bemannte Mond-Umrundung seit über einem halben Jahrhundert. Die Crew sah die Rückseite des Mondes und Gebiete, die noch kein Mensch mit bloßem Auge gesehen hatte, sowie die Erde als schmale Sichel. Christina Koch war besonders beeindruckt vom “ganzen Schwarz drum herum” der Mini-Erde. Diese bahnbrechende Reise markiert einen entscheidenden Schritt in der Vorbereitung zukünftiger Mondlandungen im Rahmen des Artemis-Programms.
In Houston wurden die Rückkehrer von hochrangigen Vertretern wie Nasa-Administrator Jared Isaacman, dem gesamten Astronautenkorps und pensionierten Astronauten mit Applaus begrüßt. “Willkommen zu Hause, Artemis 2”, verkündete Isaacman, sichtlich erleichtert über den Erfolg der Mission. Die Rückkehr fiel symbolträchtig auf den 56. Jahrestag des Starts von Apollo 13, jenes Fluges, der mit dem berühmten Satz “Houston, wir haben ein Problem” in die Geschichte einging und eine Beinahekatastrophe in einen Triumph verwandelte.
Die Freude über die geglückte Mission war allseits spürbar, sowohl bei der Crew, die Daumen hoch zeigte, als auch bei der Öffentlichkeit, die die Liveübertragung in Museen und bei Public Viewings verfolgte. Bilder zeigten jubelnde Kinder und Erwachsene. Während ihrer Zeit in der beengten neun Kubikmeter großen “Orion”-Kapsel erlebten die Astronauten auch besondere Momente, wie eine Mondfinsternis und das Benennen eines Mondkraters nach Kommandant Wisemans verstorbener Frau Carroll. Ein erfolgreiches und inspirierendes Ende einer Mission, die neue Maßstäbe für die Weltraumforschung setzt.
