Die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Iran-Kriegs wächst. Die USA und der Iran haben ihre gegenseitigen Angriffe fortgesetzt. Während Washington zusätzliche Militärkräfte in die Region verlegt, werden neue Angriffe aus mehreren Teilen des Irans gemeldet.
Das US-Militär griff nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Die Angriffe richteten sich gegen Einrichtungen, die für Raketenstarts, Drohnen, Luftabwehr und militärische Kommunikation genutzt werden. Die jüngste Angriffswelle war die neunte Nacht in Folge.
Das zuständige US-Regionalkommando erklärte, dass mehrere militärische Anlagen getroffen wurden. Dazu gehörten auch Einrichtungen zur Küstenüberwachung und wichtige Kommandozentralen.
Die Lage bleibt besonders angespannt rund um die Straße von Hormus. Die Meerenge ist eine wichtige Handelsroute für Öl, Gas und andere wichtige Waren. Angriffe auf Schiffe in diesem Gebiet könnten große Auswirkungen auf den weltweiten Handel haben.
US-Präsident Donald Trump begründete die neuen Angriffe mit dem Tod amerikanischer Soldaten. Er erklärte, die Einsätze seien zum Schutz der US-Streitkräfte und gegen die mögliche Entwicklung iranischer Atomwaffen gerichtet.
Nach Angaben iranischer Medien wurden Explosionen aus mehreren Regionen gemeldet. Betroffen waren unter anderem Städte im Norden des Landes sowie Hafenorte am Golf von Oman und am Persischen Golf.
Auch in Teheran wächst die Angst vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts. Viele Menschen befürchten, dass die Kämpfe auch die Hauptstadt erreichen könnten, falls die militärischen Aktionen weiter zunehmen.
Die Spannungen betreffen inzwischen auch andere Länder in der Region. Kuwait meldete erneut Drohnenangriffe und erklärte, die eigene Luftabwehr habe reagiert. Auch in Bahrain wurden Warnsirenen ausgelöst.
Die Behörden in Bahrain forderten die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben und Sicherheitsanweisungen zu beachten. Die US-Botschaft in Manama hatte zuvor vor möglichen Angriffen in der Stadt gewarnt.
Auch die Schifffahrt in der Straße von Hormus steht unter Druck. Eine britische Sicherheitsstelle für den Seeverkehr berichtete von einem Schiff, das in der Nähe des Oman in Brand geraten sei. Die Ursache des Feuers war zunächst nicht bekannt.
Schiffe in der Region wurden aufgefordert, besonders vorsichtig zu sein. Die Straße von Hormus bleibt ein wichtiger Punkt im Konflikt, da der Iran dort Einfluss auf den Schiffsverkehr ausüben will.
Trump erklärte unterdessen, dass die USA die Kontrolle über die Meerenge hätten. Er sagte außerdem, der Iran habe im Krieg bereits schwere militärische Verluste erlitten.
Nach Medienberichten prüfen die USA weitere militärische Möglichkeiten. Dazu könnten stärkere Luftangriffe, zusätzliche Einsätze in der Region und Angriffe auf wichtige iranische Anlagen gehören.
Die USA sollen weitere Kampfjets und Tankflugzeuge in den Nahen Osten verlegen. Berichten zufolge werden unter anderem moderne F-16- und F-35-Kampfflugzeuge in die Region gebracht.
Die Verlegung weiterer Kräfte wurde nach Angaben von US-Vertretern bereits vorbereitet, bevor zuletzt mehrere US-Soldaten durch Vorfälle im Zusammenhang mit iranischen Angriffen ums Leben kamen.
Das US-Militär meldete inzwischen weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der offiziell bekannten gefallenen US-Soldaten im Iran-Krieg weiter an.
Experten warnen jedoch vor einer zu großen Ausweitung des Einsatzes. Einige US-Beamte weisen darauf hin, dass begrenzte Waffenbestände die Möglichkeiten für längere Militäroperationen einschränken könnten.
Die kommenden Tage gelten als entscheidend für die weitere Entwicklung des Konflikts. Internationale Beobachter erwarten, dass jede neue militärische Aktion die Gefahr einer größeren regionalen Krise erhöhen könnte.
