Die katholische Hilfsorganisation Misereor hat den Vertriebenen im Südsudan ihre weitere Unterstützung zugesichert. Vertreter der deutschen Organisation besuchten die Region Malakal im Bundesstaat Upper Nile und betonten ihre Solidarität mit den Menschen, die weiterhin unter den Folgen von Konflikten und Vertreibung leiden.
Während des Besuchs erklärte Misereor-Direktor Andreas Frick, dass ihn die Erfahrungen im Südsudan tief beeindruckt hätten. Trotz der vielen Herausforderungen sehe er das Land als einen Ort der Hoffnung und des Zusammenhalts. Nach seinen Worten hätten die Begegnungen mit den Menschen seinen Respekt und seine Wertschätzung für das jüngste Land der Welt weiter gestärkt.
Frick betonte, dass die Menschen im Südsudan trotz schwieriger Lebensbedingungen bemerkenswerte Stärke zeigten. Besonders die Gemeinschaften, die in den Schutzgebieten für Zivilisten leben, hätten ihren Glauben, ihre Hoffnung und ihren Zusammenhalt bewahrt. Diese Eigenschaften seien ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Landes.
Die Delegation besuchte die Pfarrei Heilige Familie im Schutzgebiet für Zivilisten in Malakal. Der Besuch sollte den vertriebenen Familien Mut machen und ihnen zeigen, dass ihre Situation international nicht vergessen wird. Die Vertreter der Organisation versicherten den Bewohnern, dass ihr Leid, ihr Glaube und ihre Widerstandskraft weiterhin Beachtung finden würden.
Teil der Delegation war auch Erzbischof Stephan Burger von der Erzdiözese Freiburg. Begleitet wurde er von Bischof Stephen Nyodho Ador Majwok aus der Diözese Malakal. Gemeinsam nahmen sie an Begegnungen mit Gemeindemitgliedern und Gottesdiensten teil.
In seinen Ansprachen hob Frick die natürlichen Ressourcen und das Potenzial des Südsudan hervor. Er verwies auf Fortschritte in Bereichen wie Bildung und Landwirtschaft. Gleichzeitig machte er deutlich, dass anhaltende Gewalt und Unsicherheit weiterhin große Hindernisse für die Entwicklung des Landes darstellen.
Trotz dieser Probleme zeigte sich der Misereor-Direktor optimistisch. Er versicherte den Vertriebenen, dass die deutsche katholische Kirche und Misereor ihre Anliegen nicht vergessen würden. Die Organisation wolle die Menschen weiterhin begleiten und unterstützen.
Als Zeichen der Hoffnung überreichte Frick der Gemeinschaft eine kleine Kerze. Das Licht der Kerze symbolisiere Hoffnung und neues Leben. Er verband diese Botschaft mit dem christlichen Glauben und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Menschen im Südsudan.
Nach seinen Worten könne der Glaube den Menschen Kraft geben, die schwierigen Umstände zu überwinden. Er sprach von der Hoffnung auf Frieden, Sicherheit, Nahrung und ein stabiles Zuhause für die betroffenen Familien. Viele Menschen im Schutzgebiet leben seit Jahren unter schwierigen Bedingungen und warten auf eine dauerhafte Lösung ihrer Situation.
Während der Eucharistiefeier dankte Erzbischof Burger den Vertriebenen für ihre Standhaftigkeit. Trotz vieler Schwierigkeiten hätten sie ihren Glauben bewahrt und Hoffnung gezeigt. Der Erzbischof erklärte, dass ihn die Begegnungen mit den Menschen tief bewegt hätten.
Er betonte, dass er ihren Glauben, ihre Liebe und ihre Hoffnung in seinem Herzen mit nach Deutschland nehme. Gleichzeitig sprach er den Menschen Mut zu und versicherte ihnen die Unterstützung der Kirche.
In seinem Gebet bat Burger um Frieden für den Südsudan. Er rief dazu auf, die Menschen des Landes nicht zu vergessen und für eine friedliche Zukunft zu beten. Zudem bat er um Schutz und Segen für die Familien, die weiterhin unter Unsicherheit und Vertreibung leiden.
Der Besuch der Misereor-Delegation sendet ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Für viele Familien in Malakal war die Begegnung eine Erinnerung daran, dass ihre Situation auch außerhalb des Landes wahrgenommen wird. Die Zusage weiterer Unterstützung stärkt die Hoffnung vieler Menschen auf eine bessere Zukunft.
Angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Südsudan bleibt internationale Hilfe von großer Bedeutung. Misereor und die deutsche katholische Kirche wollen ihre Unterstützung fortsetzen und den Menschen in schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Die Botschaft des Besuchs war klar: Die Vertriebenen im Südsudan sind nicht vergessen.
