Die Ära von Jürgen Klopp bei der deutschen Nationalmannschaft hat begonnen. Der neue Bundestrainer hat einen erweiterten Kader für die kommende Länderspielpause bekannt gegeben. Insgesamt stehen 44 Spieler auf der Liste.
Der FC Bayern München stellt dabei die meisten Nationalspieler. Neun Profis des deutschen Rekordmeisters wurden nominiert. Auch andere Vereine aus der Bundesliga sind stark vertreten.
Der Kader ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Mannschaft 1 tritt gegen die Niederlande und Griechenland an. Mannschaft 2 spielt gegen Serbien und bestreitet das Rückspiel gegen Griechenland.
Die erste Gruppe enthält vor allem etablierte Spieler. Dazu gehört Torwart Marc-André ter Stegen. Finn Dahmen und Alexander Nübel sind ebenfalls dabei.
In der Abwehr stehen Hennes Behrens, Yann Aurel Bisseck, Nathaniel Brown, Max Rosenfelder, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Philipp Treu und Josha Vagnoman.
Im Mittelfeld setzt Klopp auf Nadiem Amiri, Bambasé Conté, Yannick Engelhardt, Chris Führich, Serge Gnabry, Lennart Karl, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Felix Nmecha, Kevin Schade und Anton Stach.
Im Angriff stehen Younes Ebnoutalib und Kai Havertz.
Die zweite Gruppe hat einen anderen Charakter. Dort finden sich viele junge Spieler und Profis mit weniger Erfahrung in der Nationalmannschaft. Zu den Torhütern gehören Noa Atubolu, Finn Dahmen und Jonas Urbig.
Für die Abwehr wurden Waldemar Anton, Ridle Baku, Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt, David Raum und Malick Thiaw nominiert.
Im Mittelfeld stehen Karim Adeyemi, Mika Baur, Tom Bischof, Said el Mala, Brajan Gruda, Vitaly Janelt, Felix Keidel, Aleksandar Pavlović, Derry Scherhant und Florian Wirtz.
Jonathan Burkardt und Nick Woltemade bilden die Angriffsoptionen der zweiten Gruppe.
Die Aufteilung liefert erste Hinweise auf Klopps Pläne. Die erste Mannschaft wirkt wie die derzeitige Stammgruppe. Besonders bei den Torhütern ist die Nominierung von ter Stegen auffällig. Er bleibt damit eine zentrale Option für die kommenden Spiele.
Auch Kai Havertz erhält weiter das Vertrauen des neuen Trainers. Seine Nominierung in der ersten Gruppe deutet auf eine wichtige Rolle im Angriff hin.
Jamal Musiala und Joshua Kimmich gehören ebenfalls zur ersten Mannschaft. Beide bleiben damit wichtige Bestandteile des deutschen Teams. Kimmich dürfte zudem weiterhin eine zentrale Rolle als Führungsspieler übernehmen.
Die zweite Gruppe ist dagegen stärker auf junge Talente ausgerichtet. Sie bietet Klopp die Möglichkeit, weitere Spieler unter internationalen Bedingungen zu beobachten.
Eine Ausnahme bilden Florian Wirtz und Aleksandar Pavlović. Beide waren bei der vergangenen Weltmeisterschaft bereits wichtige Spieler. Nun wurden sie jedoch der zweiten Gruppe zugeteilt.
Damit könnte Klopp verschiedene Kombinationen testen. Die kommenden Spiele bieten ihm die Chance, Spieler in unterschiedlichen Rollen einzusetzen. Gleichzeitig kann er sehen, welche Talente den Schritt in die erste Gruppe schaffen.
Auffällig sind auch einige Namen, die nicht nominiert wurden. Dazu gehören Deniz Undav vom VfB Stuttgart und der frühere Bayern-Flügelspieler Leroy Sané.
Beide fehlen trotz des großen Kaders. Die Nominierung von insgesamt 44 Spielern lässt daher wenig Raum für weitere Kandidaten. Starke Leistungen bei ihren Vereinen könnten für eine spätere Rückkehr wichtig werden.
Klopp steht damit vor einer frühen Phase des Umbaus. Der neue Bundestrainer kombiniert erfahrene Kräfte mit jungen Spielern. Die Aufteilung in zwei Gruppen schafft zudem Raum für unterschiedliche Tests.
Für Deutschland stehen damit mehrere wichtige Fragen im Mittelpunkt. Welche Spieler bilden langfristig den Kern der Mannschaft? Welche jungen Profis können sich durchsetzen? Und welche Rolle spielen erfahrene Namen wie Kimmich, Musiala und Havertz?
Die kommenden Begegnungen gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien werden erste Antworten liefern. Klopps 44-Spieler-Kader zeigt bereits, dass der neue Trainer viele Optionen prüfen will.
